Personalratswahlen sind Anlass zurückzublicken auf Erstrebtes und Erreichtes, gleichermaßen nach vorne auf Erforderliches. Sie urteilen, ob Ihre persönlichen Anliegen und die Ihrer Schulform glaubwürdig und erfolgreich vertreten wurden. Sie entscheiden, wem Sie zutrauen, sich auch in Zukunft bestmöglich einzusetzen.
Personalratsarbeit ist mehr als das formale Wahrnehmen von Mitbestimmungsrechten und -pflichten. Es ist persönliche Einsatzfreude in jedem konkreten Fall, leidenschaftliches und zuverlässiges, hartnäckiges und streitbares Engagement. Unsere Personalräte sind für Sie zu jedem Zeitpunkt und bei jedem Problem da.
Diesem Leitmotiv ist auch die Verbandsarbeit verpflichtet. Es ärgert uns sehr, dass immer neue Projekte und Reformen keine Ruhe und Kontinuität im pädagogischen Alltag zulassen. Die finanziellen Einschnitte sind für uns unzumutbar. Zornig sind wir darüber, dass arbeitszeitliche Belastungen permanent wachsen. Daher attackieren wir den Prüfungsmarathon bei den drei zentralen Verfahren. Wir wollen die Abschaffung der 10er-Prüfung und der Kopfnoten in der jetzigen Form. Mit unserem Entlastungsmodell fordern wir die Aufstockung des Entlastungstopfes, um mehr Arbeitszeitgerechtigkeit zu erreichen. Eine ehrgeizige Schulpolitik auf Kosten der Arbeitskraft und Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen – nicht mit uns!
Mit uns allerdings: Einsatz für den Erhalt Ihres Arbeitsplatzes am Gymnasium, für Schulvielfalt, für Schulqualität an allen Schulformen, für den Erhalt des Beamtenstatus und für ausreichende Beförderungschancen.
Der Philologen-Verband hat in harten Verhandlungen die dreijährige Oberstufe zurückerobert, die Rückkehr des gymnasialen Lehramtes erreicht, Finanzmittel und Lehrerstellen erstritten, um den Ganztagsbetrieb bewältigen zu können. Erfreulich sind u.a. die Signale des Korrekturtages und die Möglichkeit eines Konferenztages. Außerordentlich wichtig ist uns, dass wir die Fortsetzung der Lehreraltersteilzeit durchsetzen.
Manch einer könnte versucht sein, die Wahlen als Protest zu nutzen oder seine Stimme denjenigen zu geben, die sich nur mit einem Thema befassen. Bei allem Respekt, entscheidend ist nicht das Wünschbare, es kommt darauf an, denjenigen Rückendeckung zu geben, die positive Veränderungen und notwendige Korrekturen überhaupt erzielen können. Liebe Kolleginnen und Kollegen, die kommenden Herausforderungen werden nicht geringer, sie verlangen noch größere, tatkräftigere Anstrengungen. Wir möchten für Sie auch in den nächsten Jahren an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs, Studienkollegs und an den Studienseminaren konstruktiv und kraftvoll Personalratsarbeit leisten. In zahlenmäßig kleineren Personalräten hat jede Stimme noch mehr Gewicht als bisher.
Ich bitte Sie, auch ganz persönlich, nehmen Sie Ihr Wahlrecht wahr und geben Sie beide Stimmen, für den Bezirks- wie auch für den Hauptpersonalrat, den Kandidatinnen und Kandidaten des Philologen-Verbandes. Wählen Sie die Liste 2, damit wir uns für Sie kompetent mit Herz und Verstand einsetzen können.
Mit freundlichem Gruß
Ihr Peter Silbernagel
Wahlen leicht gemacht!Personalratswahlen leicht gemacht! |